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Herausforderungen bei der Behandlung von invasiven Pilzinfektionen bei Patienten mit hämatologischen Malignomen: Erkenntnisse aus der ASH 2024

03.01.2025

Auf der 66. Jahrestagung der American Society of Hematology (ASH) im Jahr 2024 präsentierte Professor Sun Yuqian vom Peking University People's Hospital eine bedeutende Studie zu invasiven Pilzinfektionen bei Patienten, die sich in China einer allogenen hämatopoetischen Stammzelltransplantation (allo-HSCT) unterzogen. Die Studie, die in zwölf Krankenhäusern durchgeführt wurde, wurde im offiziellen Journal der American Society of Hematology veröffentlicht. Infektionskrankheiten Gesellschaft von Amerika,Klinische Infektionskrankheiten (CID).

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Die als CAESAR 2.0-Studie bekannte Untersuchung umfasste 2.015 erwachsene Empfänger allogener hämatopoetischer Stammzelltransplantationen (allo-HSCT) im Zeitraum von Januar bis Dezember 2021. Sie ergab, dass 76,08 % der Patienten eine Antimykotika-Prophylaxe erhalten hatten, vorwiegend mit Voriconazol (44,37 %) und Posaconazol (31,71 %). Trotz des weitverbreiteten Einsatzes dieser Antimykotika wurde eine jährliche kumulative Inzidenz invasiver Pilzinfektionen (IFD) von 6,3 % mit einer hohen, darauf zurückzuführenden Mortalitätsrate von 48,28 % festgestellt. Candida, Aspergillus und andere Pilze wurden als die Hauptverursacher der Infektionen identifiziert.

 

Professor Sun sprach auch die klinischen Herausforderungen bei der Diagnose und Behandlung von invasiven Pilzinfektionen (IFD) bei Patienten mit hämatologischen Malignomen an. Durchbruchinfektionen treten während der Antimykotika-Prophylaxe auf und erschweren sowohl die Diagnose als auch die Therapie. Da es keine standardisierte Definition gibt, variieren die Inzidenzraten von IFD stark und reichen von 1 % bis 42 %. Diese Diskrepanz erschwert die Festlegung einheitlicher Diagnosekriterien und Behandlungsprotokolle.

 

Eine der größten Herausforderungen, die Professor Sun hervorhebt, ist die Komplexität der Risikofaktoren für bIFD. Dazu gehören eine verlängerte Neutropenie, die Anwendung von Steroiden und die Langzeitanwendung mehrerer Antibiotika. Darüber hinaus decken die zur Prävention eingesetzten Antimykotika möglicherweise nicht das gesamte Spektrum potenzieller Krankheitserreger ab, und neu auftretende Pilzarten können aufgrund der reduzierten Sensitivität von Diagnosetests wie PCR und GM-Tests unentdeckt bleiben.

 

Professor Sun betonte die Wichtigkeit einer frühzeitigen antimykotischen Therapie, insbesondere für Risikopatienten mit Infektionssymptomen. Er empfahl, bei schwerkranken Patienten mit Verdacht auf bIFD unverzüglich eine empirische antimykotische Therapie einzuleiten, noch bevor Laborergebnisse vorliegen. Zudem riet er dazu, andere Antimykotika als im Prophylaxeschema zu verwenden, um die Wirksamkeit der Behandlung zu maximieren.

 

Die Ergebnisse der CAESAR 2.0-Studie unterstreichen den Bedarf an verbesserten Strategien zur Behandlung des Risikos invasiver Pilzinfektionen (IFI) bei Patienten nach allogener Stammzelltransplantation (allo-HSCT) sowie die dringende Notwendigkeit einer frühzeitigen Diagnose und Intervention. Wie Professor Sun abschließend feststellte, spielen bestehende Antimykotika zwar weiterhin eine wichtige Rolle, die Entwicklung neuer Therapien und Diagnoseverfahren ist jedoch entscheidend für die Verbesserung der Behandlungsergebnisse. Neue Behandlungsansätze, wie beispielsweise … Immuntherapie und neuartige Antimykotika könnten neue Hoffnung für Patienten bieten, die gegen diese lebensbedrohlichen Infektionen kämpfen.

 

Diese bahnbrechende Studie zu bIFD verdeutlicht die anhaltenden Herausforderungen, mit denen Kliniker bei der Behandlung von Pilzinfektionen bei Patienten mit hämatologischen Malignomen konfrontiert sind, und weist auf die dringende Notwendigkeit kontinuierlicher Fortschritte sowohl bei den Präventions- als auch bei den Behandlungsstrategien hin.