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Systemischer Lupus erythematodes (SLE)-02
Die Patientin ist eine 20-jährige Frau mit schwerem und rasch fortschreitendem systemischem Lupus erythematodes (SLE). Trotz Behandlung mit Hydroxychloroquinsulfat, Azathioprin, Mycophenolatmofetil und Belimumab verschlechterte sich ihre Nierenfunktion innerhalb von fünf Monaten, was zu einer schweren Nephritis mit Proteinurie (24-Stunden-Kreatininwert bis zu 10.717 mg/g) und Mikrohämaturie führte. In den folgenden vier Wochen stieg ihr Kreatininwert auf 1,69 mg/dl (Normbereich 0,41–0,81 mg/dl), begleitet von Hyperphosphatämie und renaler tubulärer Azidose. Eine Nierenbiopsie ergab eine Lupusnephritis im Stadium IV. Der modifizierte NIH-Aktivitätsindex betrug 15 (maximal 24), der modifizierte NIH-Chronizitätsindex 1 (maximal 12). Bei der Patientin waren die Komplementspiegel erniedrigt und es befanden sich mehrere Autoantikörper im Körper, wie z. B. antinukleäre Antikörper, Anti-Doppelstrang-DNA-Antikörper, Anti-Nukleosomen-Antikörper und Anti-Histon-Antikörper.
Neun Monate später stieg der Kreatininwert des Patienten auf 4,86 mg/dl, was eine Dialyse und eine antihypertensive Therapie erforderlich machte. Die Laborergebnisse zeigten einen SLEDAI-Wert (SLE Disease Activity Index) von 23, was auf einen sehr schweren Krankheitsverlauf hindeutete. Daraufhin wurde der Patient einer CAR-T-Zelltherapie unterzogen. Der Behandlungsablauf war wie folgt:
- Eine Woche nach der CAR-T-Zell-Infusion verlängerten sich die Intervalle zwischen den Dialysesitzungen.
Drei Monate nach der Infusion sank der Kreatininwert auf 1,2 mg/dl, und die geschätzte glomeruläre Filtrationsrate (eGFR) stieg von minimal 8 ml/min/1,73 m² auf 24 ml/min/1,73 m², was auf eine chronische Nierenerkrankung im Stadium 3b hindeutet. Die antihypertensive Medikation konnte ebenfalls reduziert werden.
Nach sieben Monaten klangen die Arthritissymptome des Patienten ab, die Komplementfaktoren C3 und C4 normalisierten sich innerhalb von sechs Wochen, und antinukleäre Antikörper, Anti-dsDNA-Antikörper und andere Autoantikörper verschwanden. Die Nierenfunktion des Patienten verbesserte sich deutlich, die 24-Stunden-Proteinurie sank auf 3400 mg, war aber bei der letzten Nachuntersuchung noch erhöht, was auf eine gewisse irreversible glomeruläre Schädigung hindeutet. Die Plasmaalbumin-Konzentration war normal, Ödeme lagen nicht vor; die Urinanalyse zeigte keine Anzeichen einer Nephritis, und es fanden sich weder Hämaturie noch Erythrozytenzylinder. Der Patient führt nun wieder ein normales Leben.
Beschreibung2
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