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Multiples Myelom (MM)-01
Gute Genesung eines einheimischen Patienten mit multiplem Myelom durch CAR-T-Zelltherapie trotz fehlender BCMA-Expression
Eine Patientin mit multiplem Myelom vom IgD-λ-Typ im Stadium IIIA erhielt 2018 eine Erstlinientherapie mit Bortezomib. Nach drei Zyklen erreichte sie eine komplette Remission (CR). Im Oktober 2018 wurde eine autologe hämatopoetische Stammzelltransplantation als Konsolidierungstherapie durchgeführt, gefolgt von einer Erhaltungstherapie mit Lenalidomid. Im April 2020 kam es zu einem Rezidiv, woraufhin sieben Zyklen einer Zweitlinientherapie mit geringem Erfolg folgten. Von Dezember 2020 bis April 2021 erhielt sie eine Chemotherapie, hauptsächlich mit Daratumumab. Die Knochenmarkbiopsie zeigte jedoch weiterhin 21,763 % maligne monoklonale Plasmazellen mit einer freien λ-Leichtkette im Serum von 1470 mg/l und im Urin von 5330 mg/l. Zu diesem Zeitpunkt hatte sie alle gängigen Standard- und neuartigen Behandlungsmethoden, die im Inland verfügbar waren, ausgeschöpft, einschließlich einer autologen Stammzelltransplantation. Die Teilnahme an einer CAR-T-Zell-Studie war die beste verbleibende Option.
Auf Überweisung lokaler Ärzte stellte sie sich am 10. Mai 2021 im Ludaopei-Krankenhaus vor, um an der dortigen klinischen Studie zur BCMA-CAR-T-Zelltherapie bei multiplem Myelom (MM) teilzunehmen. Bei der Aufnahme war sie geschwächt und litt unter allgemeinen Schmerzen und wiederkehrendem Fieber. Umfassende Untersuchungen bestätigten die Diagnose „multiples Myelom, λ-Leichtketten-Typ, ISS-Stadium III, R-ISS-Stadium III, mSMART-Hochrisikogruppe“.
Die PET-CT-Untersuchung zeigte eine erhöhte Stoffwechselaktivität im Weichgewebe innerhalb der Knochenmarkhöhlen beider Oberschenkel- und Schienbeine, was auf eine Tumorbeteiligung hindeutet. Die Knochenmarkbiopsie ergab 60,13 % maligne monoklonale Plasmazellen ohne BCMA-Expression.
Unser CGT-Zentrum informierte die Patientin und ihre Familie über die Wirksamkeit aktueller Therapien für BCMA-negatives multiples Myelom. Obwohl einige Studien eine potenzielle Wirksamkeit nahelegen, fehlen hierzu noch eindeutige Daten. Nach sorgfältiger Abwägung entschieden sich die Patientin und ihre Familie für die Durchführung des Behandlungsplans.
Nach einer Vorbehandlung mit dem FC-Regime wurden am 1. Juni 2021 im Ludaopei-Krankenhaus BCMA-CAR-T-Zellen infundiert. Postinfusionsbedingt entwickelte der Patient Fieber, das durch eine aggressive antiinfektive und symptomatische Therapie allmählich gesenkt werden konnte. Vierzehn Tage nach der Infusion zeigte die Knochenmarkbiopsie keine residualen malignen monoklonalen Plasmazellen. Auch 31 Tage nach der Infusion war die Knochenmarkbiopsie negativ. Die Serumimmunfixation war negativ, die freie λ-Leichtkette im Serum lag im Normbereich und das Serum-M-Protein war negativ, was auf eine vollständige Remission der Erkrankung hindeutet.
Auch mehr als acht Monate nach der BCMA CAR-T-Zell-Infusion befindet sich der Patient weiterhin in vollständiger Remission, hat sich gut erholt und ist mit dem Behandlungsergebnis sehr zufrieden.
Beschreibung2
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